So sieht Gesundheitsfürsorge in Zeiten von Lockdown aus:

Für eine Gesundheitshelferin, wie Leena, beinhaltete ein regulärer Arbeitstag normalerweise viele Besuche in nahe gelegenen Dörfern, um die örtlichen Krankenstationen zu betreuen. Leena beantwortete Fragen, untersuchte Verletzungen und Symptome und unterrichtete Gesundheits- und Hygienemaßnahmen. Sie kommunizierte per SMS mit Ärzten im Krankenhaus in der Stadt. Gemeinsam diagnostizierten und werteten sie Befunde aus, kritisch erkranke Personen wurden ins Krankenhaus überwiesen.

Diese Besuche wurden jedoch durch den Lockdown jäh eingestellt.

So wie sich Covid-19 über die ganze Welt ausbreitete, verbreiteten sich auch fehlerhafte Informationen und Ängste. Dörfer und Menschen mit limitiertem Zugang zu Informationen und Unterstützung, sind besonders gefährdet. Gerüchte über das neue Virus, woher es kommt, wie es sich überträgt, wer am stärksten gefährdet ist, wie man sich schützen oder sich behandeln lassen kann, breiteten sich aus. Viele, die ein Leben lang gegen Vorurteile zu kämpfen haben, brauchen gerade jetzt vertrauensvolle Personen, die sie gut informieren und sich um sie kümmern.

Leena und ihre Kollegen sorgten sich um ihre Leute und die Herausforderungen, die diese zu bewältigen haben, um die Krankheit zu bekämpfen. Viele hatten bereits Angst, um Hilfe zu bitten und trauten nun trotz großer Not, den Angeboten der indischen Regierung nicht.

Unsere Teams reagierten schnell.

Unsere Ärzte und Gesundheitshelfer üben mittlerweile ihre Tätigkeiten über Video-Chats und Telemedizin aus. Auf diese Weise können sie die Patienten sehen und behandeln – selbst in schwer erreichbaren Gebieten. Eine Behandlung beinhaltet, sich die Ängste und Gedanken von Dorfbewohnern anzuhören, über das Virus und dessen Bekämpfung aufzuklären und Sicherheit im Umgang mit dem Virus zu geben. Via Internet können die Ärzte schwerere Erkrankungen bewerten und weitere Behandlungen organisieren. Gleichzeitig informieren sich die Teams über die jeweilige Situation in der Nachbarschaft der Patienten, um bei Bedarf eine Versorgung mit Lebensmitteln einzuleiten. Sie stellen ebenfalls sicher, dass jeder Patient sich wertgeschätzt fühlt, auch über einen Bildschirm und Distanzen hinweg.

In einer Zeit der Angst und Isolation, bringen unsere Gesundheitsteams, bestehend aus Ärzten, Krankenschwestern und Gesundheitshelfern, Friede, Hoffnung und Gesundheit in gefährdete Dörfer.

Und deshalb sind sie unsere Helden!

(credit DFN USA)